Anonym Sufen - Über Proxy verstecken



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    Inhaltsverzeichnis

    1. 1IP-Adresse: Die Telefonnummer des Internetrechners
    2. 2Proxy: Anonym ins Internet
    3. 3Tools und Dienste
    4. 4User nur schwer ermittelbar
    5. 5Nachteile der Proxys
    6. 6Fazit: Anonymität um jeden Preis?

    Zum einen machen die medienwirksam inszenierten Anklagen und Geldstrafen schon irgendwie nachdenklich. Zum anderen möchte man jedoch das bequeme und (fast) kostenlose Beschaffen der neuesten Musik und Filme auch nicht so einfach aufgeben.

    Um Dateien auch weiterhin ohne Angst vor IFPI, RIAA und Co. tauschen zu können, schwören einige Filesharer auf diverse Methoden um im Netz der Netze unerkannt ihrem Hobby nachgehen zu können. Eine der effektivsten und vermeintlich sichersten Möglichkeiten, um im Internet unerkannt zu surfen oder Dateien zu tauschen, ist das Verschleiern der eigenen IP-Adresse.

    Über die IP-Adresse können IFPI und Co. nämlich (auch wenn ein gewisser Aufwand dazu nötig ist) den Namen und die Adresse von Internet- und Tauschbörsennutzer herausbekommen.
    IP-Adresse: Die Telefonnummer des Internetrechners

    Die IP-Adresse, bestehend aus einer Folge von vier Zahlen, getrennt durch einen Punkt (zum Beispiel: 192.168.0.34), ist vergleichbar mit einer Telefonnummer. Ähnlich einer Rufnummer fürs Telefon ist auch die IP eine eindeutige Nummer, die weltweit nur einmal vergeben wird.

    Im Gegensatz zur Telefonnummer jedoch werden die IPs fürs Internet meist dynamisch vergeben. Das heißt, bei jeder Einwahl ins World Wide Web bekommt man eine neue IP-Nummer von seinem Internet-Provider. Dieser speichert jedoch (zumindest für eine bestimmte Zeit) die zugewiesene IP und den dazugehörigen Internet-User. So kann (mit Hilfe des Staatsanwaltes) zum Beispiel die Identität eines Filesharers ermittelt werden.

    Doch wie kommt man überhaupt an die IP-Adresse eines Internet-Nutzers? Dies ist eigentlich das kleinste Problem. Praktisch beim kompletten Datenverkehr im Internet (egal ob beim einfachen Absurfen von verschiedenen Webseiten oder eben beim Filesharing) wird die IP immer wieder vom eigenen Rechner gesendet und kann so auf relativ einfache Art und Weise ermittelt werden.

    Proxy: Anonym ins Internet

    Wer die eigene IP-Adresse lieber nicht preisgeben möchte, kann diese zum Beispiel mittels eines so genannten Proxys verstecken. Ein Proxy ist dabei ein Programm, welches als eine Art "Zwischenstation" beim Datenverkehr im Internet eingesetzt wird.

    Will man zum Beispiel die Internetseite auf einem Webserver aufrufen, wird die Anfrage hierzu nicht (wie gewöhnlich) direkt an den Webserver geschickt, sondern geht erstmal an das Proxyprogramm, welches meist wiederum auf einem eigenen Server läuft.

    Der Proxyserver gibt die Anfrage dann weiter an den Webserver. Dieser liefert die angefragten Daten der Internetseite an den Proxy, welcher wiederum die Daten an den ursprünglichen Rechner weitergibt. Ähnlich funktioniert der Ablauf beim Filesharing: Der Proxyserver ist auch hier eine zwischengeschaltete Instanz beim Datentransfer.

    Der große Vorteil bei diesem Ablauf: Lediglich der Proxyserver erfährt die wirkliche IP-Adresse des Internet-Users. Der Webserver, welcher die eigentliche Anfrage bekommen und verarbeiten soll, bekommt diese nämlich von dem Proxy - und somit auch nur dessen IP-Adresse.
    Tools und Dienste

    Vinlows Kommentar:
    Ein sehr gutes IP-Shild ist auch das Hotspotshild! Solange man keine rieseigen datein downloadet oder bei Filmen keine Zeit zum Puffern hat ist es echt effizient

    Die Leipziger Firma Nutzwerk ist der Anbieter des so genannten SaferSurf-Dienstes, der über einen solchen Proxy die eigene IP-Adresse verstecken kann. Für knapp sechs Euro pro Monat (und einer Anmeldegebühr von gut zwölf Euro) wird die IP beim Surfen sowie beim Filesharing in einem mehrstufigen Verfahren (an dem mehrere interne und externe Proxys beteiligt sind) verschleiert. Dabei werden laut der SaferSurf-Webseite die P2P-Clients Kazaa Media Desktop, Kazaa Lite, eMule sowie WinMX unterstützt.

    Auch mit Hopster ist es möglich, seine IP zu verstecken. Auch hier wird der gesamte Datenverkehr mit dem Internet über einen Proxyserver geleitet, der die IP-Adresse des Users versteckt. Die Preise für das Programm und den damit verbundenen Dienst sind je nach Ausstattung des Hopster-Pakets unterschiedlich. Zwischen zwei und knapp 30 US-Dollar muss man für den Hopster-Dienst zahlen. Den Dienst kann man mit jedem P2P-Client benutzen, der SOCKS5-Proxyserver unterstützt.
    User nur schwer ermittelbar

    Im Nachhinein ist es fast unmöglich festzustellen, welcher User welche Daten über einen Proxy gesendet oder empfangen hat. Betreiber von Proxyservern dürfen nämlich nicht speichern, welche IP-Adressen den Proxy benutzt haben.

    Allerdings kann auf richterlichen Beschluss eine Aufzeichnung von Userdaten angeordnet werden. Dann können, zumindest über einen bestimmten Zeitraum, alle IP-Adressen, die ihren Datenverkehr über den Proxyserver laufen lassen, festgehalten werden. Dazu muss der Anbieter des Proxys jedoch seinen Firmensitz in Deutschland haben.

    Bei den Proxy-Diensten wird der gesamte Datenverkehr über eine oder gar mehrere Instanzen umgeleitet. Jede Anfrage muss von jedem zwischengeschalteten Proxy erst einmal angenommen und weitergegeben werden. Bei der Rückantwort, beziehungsweise der Rück-Übertragung der Daten ist der Ablauf der Gleiche: Alle Daten werden über die Proxys geleitet.

    Das schafft, neben der vermeintlichen Sicherheit, vor allem erhebliche Geschwindigkeitseinbußen. Da alle übertragenen Bits und Bytes mehrere Stellen passieren müssen und jedesmal beim Datenverkehr aufgehalten werden, kann sich die Datenübertragung teils immens verlangsamen.

    Speziell bei der Datenumleitung über mehrere Proxys kann es beim Filesharing auch vorkommen, dass der eigene Client (und damit auch die eigenen angebotenen Dateien) von anderen P2P-Usern nicht mehr erreicht werden können. Das Ziel der Nutzung der Proxys liegt schließlich darin, die eigene IP zu verbergen - und die wird eben auch beim Filesharing benötigt.
    Fazit: Anonymität um jeden Preis?

    Wer tatsächlich anonym im Internet unterwegs sein möchte, sollte sich (speziell beim Filesharing) gut überlegen, welchen Preis er dafür zahlen möchte.

    Und der Begriff Preis bezieht sich hierbei nicht nur auf die teils hohen Kosten von bis zu 30 US-Dollar im Monat. Auch die immensen Geschwindigkeitseinbußen, die auftreten können, sind nicht zu verachten. Außerdem kann es vorkommen, dass die eigenen Dateien, die man der P2P-Community anbieten möchte, von den anderen Filesharern nicht mehr gefunden werden können.



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    1. 1IP-Adresse: Die Telefonnummer des Internetrechners
    2. 2Proxy: Anonym ins Internet
    3. 3Tools und Dienste
    4. 4User nur schwer ermittelbar
    5. 5Nachteile der Proxys
    6. 6Fazit: Anonymität um jeden Preis?

    Zum einen machen die medienwirksam inszenierten Anklagen und Geldstrafen schon irgendwie nachdenklich. Zum anderen möchte man jedoch das bequeme und (fast) kostenlose Beschaffen der neuesten Musik und Filme auch nicht so einfach aufgeben.

    Um Dateien auch weiterhin ohne Angst vor IFPI, RIAA und Co. tauschen zu können, schwören einige Filesharer auf diverse Methoden um im Netz der Netze unerkannt ihrem Hobby nachgehen zu können. Eine der effektivsten und vermeintlich sichersten Möglichkeiten, um im Internet unerkannt zu surfen oder Dateien zu tauschen, ist das Verschleiern der eigenen IP-Adresse.

    Über die IP-Adresse können IFPI und Co. nämlich (auch wenn ein gewisser Aufwand dazu nötig ist) den Namen und die Adresse von Internet- und Tauschbörsennutzer herausbekommen.
    IP-Adresse: Die Telefonnummer des Internetrechners

    Die IP-Adresse, bestehend aus einer Folge von vier Zahlen, getrennt durch einen Punkt (zum Beispiel: 192.168.0.34), ist vergleichbar mit einer Telefonnummer. Ähnlich einer Rufnummer fürs Telefon ist auch die IP eine eindeutige Nummer, die weltweit nur einmal vergeben wird.

    Im Gegensatz zur Telefonnummer jedoch werden die IPs fürs Internet meist dynamisch vergeben. Das heißt, bei jeder Einwahl ins World Wide Web bekommt man eine neue IP-Nummer von seinem Internet-Provider. Dieser speichert jedoch (zumindest für eine bestimmte Zeit) die zugewiesene IP und den dazugehörigen Internet-User. So kann (mit Hilfe des Staatsanwaltes) zum Beispiel die Identität eines Filesharers ermittelt werden.

    Doch wie kommt man überhaupt an die IP-Adresse eines Internet-Nutzers? Dies ist eigentlich das kleinste Problem. Praktisch beim kompletten Datenverkehr im Internet (egal ob beim einfachen Absurfen von verschiedenen Webseiten oder eben beim Filesharing) wird die IP immer wieder vom eigenen Rechner gesendet und kann so auf relativ einfache Art und Weise ermittelt werden.

    Proxy: Anonym ins Internet

    Wer die eigene IP-Adresse lieber nicht preisgeben möchte, kann diese zum Beispiel mittels eines so genannten Proxys verstecken. Ein Proxy ist dabei ein Programm, welches als eine Art "Zwischenstation" beim Datenverkehr im Internet eingesetzt wird.

    Will man zum Beispiel die Internetseite auf einem Webserver aufrufen, wird die Anfrage hierzu nicht (wie gewöhnlich) direkt an den Webserver geschickt, sondern geht erstmal an das Proxyprogramm, welches meist wiederum auf einem eigenen Server läuft.

    Der Proxyserver gibt die Anfrage dann weiter an den Webserver. Dieser liefert die angefragten Daten der Internetseite an den Proxy, welcher wiederum die Daten an den ursprünglichen Rechner weitergibt. Ähnlich funktioniert der Ablauf beim Filesharing: Der Proxyserver ist auch hier eine zwischengeschaltete Instanz beim Datentransfer.

    Der große Vorteil bei diesem Ablauf: Lediglich der Proxyserver erfährt die wirkliche IP-Adresse des Internet-Users. Der Webserver, welcher die eigentliche Anfrage bekommen und verarbeiten soll, bekommt diese nämlich von dem Proxy - und somit auch nur dessen IP-Adresse.
    Tools und Dienste

    Vinlows Kommentar:
    Ein sehr gutes IP-Shild ist auch das Hotspotshild! Solange man keine rieseigen datein downloadet oder bei Filmen keine Zeit zum Puffern hat ist es echt effizient

    Die Leipziger Firma Nutzwerk ist der Anbieter des so genannten SaferSurf-Dienstes, der über einen solchen Proxy die eigene IP-Adresse verstecken kann. Für knapp sechs Euro pro Monat (und einer Anmeldegebühr von gut zwölf Euro) wird die IP beim Surfen sowie beim Filesharing in einem mehrstufigen Verfahren (an dem mehrere interne und externe Proxys beteiligt sind) verschleiert. Dabei werden laut der SaferSurf-Webseite die P2P-Clients Kazaa Media Desktop, Kazaa Lite, eMule sowie WinMX unterstützt.

    Auch mit Hopster ist es möglich, seine IP zu verstecken. Auch hier wird der gesamte Datenverkehr mit dem Internet über einen Proxyserver geleitet, der die IP-Adresse des Users versteckt. Die Preise für das Programm und den damit verbundenen Dienst sind je nach Ausstattung des Hopster-Pakets unterschiedlich. Zwischen zwei und knapp 30 US-Dollar muss man für den Hopster-Dienst zahlen. Den Dienst kann man mit jedem P2P-Client benutzen, der SOCKS5-Proxyserver unterstützt.
    User nur schwer ermittelbar

    Im Nachhinein ist es fast unmöglich festzustellen, welcher User welche Daten über einen Proxy gesendet oder empfangen hat. Betreiber von Proxyservern dürfen nämlich nicht speichern, welche IP-Adressen den Proxy benutzt haben.

    Allerdings kann auf richterlichen Beschluss eine Aufzeichnung von Userdaten angeordnet werden. Dann können, zumindest über einen bestimmten Zeitraum, alle IP-Adressen, die ihren Datenverkehr über den Proxyserver laufen lassen, festgehalten werden. Dazu muss der Anbieter des Proxys jedoch seinen Firmensitz in Deutschland haben.

    Bei den Proxy-Diensten wird der gesamte Datenverkehr über eine oder gar mehrere Instanzen umgeleitet. Jede Anfrage muss von jedem zwischengeschalteten Proxy erst einmal angenommen und weitergegeben werden. Bei der Rückantwort, beziehungsweise der Rück-Übertragung der Daten ist der Ablauf der Gleiche: Alle Daten werden über die Proxys geleitet.

    Das schafft, neben der vermeintlichen Sicherheit, vor allem erhebliche Geschwindigkeitseinbußen. Da alle übertragenen Bits und Bytes mehrere Stellen passieren müssen und jedesmal beim Datenverkehr aufgehalten werden, kann sich die Datenübertragung teils immens verlangsamen.

    Speziell bei der Datenumleitung über mehrere Proxys kann es beim Filesharing auch vorkommen, dass der eigene Client (und damit auch die eigenen angebotenen Dateien) von anderen P2P-Usern nicht mehr erreicht werden können. Das Ziel der Nutzung der Proxys liegt schließlich darin, die eigene IP zu verbergen - und die wird eben auch beim Filesharing benötigt.
    Fazit: Anonymität um jeden Preis?

    Wer tatsächlich anonym im Internet unterwegs sein möchte, sollte sich (speziell beim Filesharing) gut überlegen, welchen Preis er dafür zahlen möchte.

    Und der Begriff Preis bezieht sich hierbei nicht nur auf die teils hohen Kosten von bis zu 30 US-Dollar im Monat. Auch die immensen Geschwindigkeitseinbußen, die auftreten können, sind nicht zu verachten. Außerdem kann es vorkommen, dass die eigenen Dateien, die man der P2P-Community anbieten möchte, von den anderen Filesharern nicht mehr gefunden werden können.


 

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